Medizin im Nationalsozialismus

Fr 15. Juni 2018

19:00 Uhr

Kategorie:Vortrag + Diskussion
Raum:Raum 6
Einlasszeit: 18:45
Ende: Fr 15. Juni 2018 21:00
Medizin im Nationalsozialismus

"Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“ – August Bebel

Mehr als 300 000 Zwangssterilisationen und  mehr als 160 000 Morde im Rahmen der „Euthanasie“-Aktionen,  begangen von Ärzten und Pfleger*innen während der Nazidiktatur sind ein Zeugnis von unvorstellbarer Grausamkeit. Auch entschieden Ärzte an den Entladerampen  der Konzentrationslager über  Leben und Tod. Hinzu kamen bestialische Menschenversuche, zumeist durchgeführt in den Konzentrationslagern.

Ärzte waren nicht nur willige Mitläufer im weißen Kittel, sie schufen durch Versuche an kranken Kindern die Grundlage für den späteren Massenmord durch Gas, durch ihr Zutun wurden viele Verbrechen der Nationalsozialisten erst möglich.

Doch Ärzte waren auch Opfer. So wurden etwa 9000 jüdische Ärzte entehrt, beraubt, vertrieben oder in Konzentrationslagern getötet.  In  wenigen Fällen wurde die verlorene Ehre in den Jahren nach dem Krieg wiederhergestellt.

Bis heute fällt es der Ärzteschaft schwer, sich mit dieser dunklen und auch schmerzhaften Geschichte auseinander zu setzen. Nur wenige Schuldige wurden in der Nachkriegszeit zur Rechenschaft gezogen. Die medizinischen Fachgesellschaften arbeiten erst seit wenigen Jahren ihre Rolle während der Nazidiktatur auf.

Veranstaltet von Langendreer gegen Nazis. Eintritt frei

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