Made in Germany 3: Migration

Sa 24. Februar 2024

17:30 Uhr

Kategorie:Film
Raum:endstation kino
Made in Germany 3: Migration | Kurzfilmprogramm aus Oberhausen

Im Anschluss wird es ein Filmgespräch geben

Inhalt:

Diese Zusammenstellung, dritter Teil unserer Serie mit den besten deutschen Kurzfilmen der letzten zehn Jahre, beschäftigt sich mit den Lebensverhältnissen von Migrant*innen in Deutschland heute. 1984 starben in Duisburg-Wanheimerort sechs türkische Bürger und Bürgerinnen bei einem Brandanschlag. Während die Polizei einen rassistischen Hintergrund rasch ausschloss, sprechen aus heutiger Sicht viele Indizien dafür. Dunkelfeld begibt sich auf Spurensuche und rollt den Fall nochmal auf. In der Animation Brand schlägt einem ostdeutschen Bürgermeister und seiner Familie eine Welle des Hasses entgegen, als er sich bereit erklärt, Flüchtlinge aufzunehmen. Der Essayfilm ma nouvelle vie européene denkt aus der Perspektive von Abou, einem malischen Flüchtling in Deutschland, über Europas unsichtbare Grenzen nach und macht dabei die Kamera zum Medium der Selbstermächtigung. In Three Notes verarbeitet Jeannette Gaussi die wenigen übrig gebliebenen Fotos ihrer afghanischen Kindheit künstlerisch weiter. Der spielerische Moruk zeigt den introvertierten Hakan und den lebenslustigen Murat beim Abhängen im Kreuzberger Kiez. Sie treffen sich täglich, kiffen, träumen, philosophieren und streiten. Tiefenschärfe schließlich liest in den Markierungen der Orte in Nürnberg, an denen der sogenannte NSU drei Morde verübt hat. Hier wird der Stift zur Kamera und die Kamera zum Akteur, wenn der Film den Erschütterungen dieser Angriffe auf die Gesellschaft nachspürt.

Reihe: 4 Jahre nach Hanau - Keine Gerechtigkeit ohne Konsequenzen
In Kooperation mit dem endstation.kino und dem Fritz Bauer Forum Bochum.

 

  • Bahnhof Langendreer
  • Wallbaumweg 108
  • 44894 Bochum
  • Tel 0234 / 687 16 10
  • info@bahnhof-langendreer.de