Schule zwischen Demokratieerziehung und Ökonomisierung

Mi 22. April 2020

18:00 Uhr

Kategorie:Vortrag + Diskussion
Raum:Raum 6
Ende: Mi 22. April 2020 20:00
Schule zwischen Demokratieerziehung und Ökonomisierung

Mit der Einführung des Schulfachs Wirtschaft-Politik in NRW ist die Debatte um eine Ökonomisierung der Bildung wieder entfacht. Während die Landesregierung vorgibt, mit dem neuen Fach die Kenntnisse der Wirtschaftsordnung und die Verbraucherbildung zu stärken, lehnt die GEW die Einführung dieses Schulfachs ab. Ökonomische Fragestellungen müssen aus Sicht der GEW im sozialen und politischen Kontext gedacht und dürfen nicht isoliert betrachtet werden.

Ein anderes aktuelles Beispiel für die Ökonomisierung im Bildungswesen ist der Versuch von Konzernen wie Google, schon in der Schule Konsument*innen bzw. Nutzer*innen zu gewinnen, z.B. durch die kostenlose Bereitstellung von Software für die Schule.

Auf der anderen Seite fordern Politiker*innen und Pädagog*innen angesichts des Erstarkens rechtspopulistischer Kräfte in Deutschland eine stärkere Vermittlung demokratischer Werte in der Schule.

Prof. Zurstrassen wird in ihrem Vortrag der Frage nachgehen, ob man angesichts dieser Entwicklungen von einer Ökonomisierung der Bildung sprechen muss und was eigentlich zu tun wäre, um in der Schule eine bessere Vermittlung demokratischer Werte im Sinne einer Erziehung zur Mündigkeit zu leisten.

Prof. Dr. Bettina Zurstrassen ist Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Uni Bielefeld.

Eine Veranstaltung der GEW Bochum. Eintritt frei.

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