
| 18:00 Uhr | Einlass 17:30 Uhr |
| Bahnhof Langendreer | Halle |
| VVK 12,- € zzgl. Systemgebühren | AK 15,- € |
Bertolt Brecht (1898-1956) schreibt die Szenen über den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland 1934 bis 1938 im dänischen Exil. In kurzen und längeren Episoden schildert der Theaterautor in Furcht und Elend des III. Reiches eindringlich, was in seinem Heimatland geschieht. Entstanden ist eine zeitlose Studie, wie Gewalt und Terror eines faschistischen Systems ihre Wirkung zeigen und den Alltag einer Gesellschaft bis in seine kleinsten Poren durchsetzen.
Zu erleben ist ein Klima der Angst und der Denunziation, das auch vor den Familien nicht haltmacht. Der Ort: Arbeiter- und Bürgerwohnungen. Zu sehen sind: „die Gesten des Verstummens, Sichumblickens, Erschreckens usw., die Gestik unter der Diktatur.“ (Brecht)
Schrecken und Groteske liegen in der Szenenfolge dicht beieinander: Eltern fürchten, von ihrem Kind bespitzelt zu werden, ein Seelsorger balanciert halsbrecherisch zwischen Heiliger Schrift und nationalsozialistischer Staatsideologie.
Die Inszenierung von Theater Gegendruck verwendet Texte von Charlotte Beradt. Die in Berlin geborene Journalistin floh 1939 nach England und 1942 weiter nach New York. Sie sammelte Träume, die zwischen 1933 und 1939 geträumt wurden, und befragte dazu Menschen aus ihrer Umgebung. Fünfzig solcher von der Diktatur geprägter Träume hat sie 1966 in ihrem Buch „Das Dritte Reich des Traums“ veröffentlicht.
Foto: Gerda Goedhart

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