Lesung 

Reyhan Şahin und Ronya Othmann

Intersektional. Feministisch. Gegen antialevitischen, antiêzîdischen und antikurdischen Rassismus

19:00 Uhr    
Bahnhof Langendreer Studio 108  
AK 5,-€ Supporter 10,-€ (zzgl. Systemgebühren)

Auf Einladung der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus sprechen Prof. Dr. Reyhan Şahin und Ronya Othmann über Widerstand, Solidarität und gesellschaftliche Teilhabe. Reyhan Şahin bringt ihre Perspektiven als Wissenschaftlerin, Bildungsreferentin, Autorin und Rapperin ein und berichtet aus ihrer Forschung zu antialevitischem und antikurdischem Rassismus sowie alevitischem Feminismus. Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin und Journalistin Ronya Othmann setzt sich in ihren Texten mit kurdisch-êzîdischer Identität, Erinnerung und Gewaltgeschichte auseinander. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch über Diskriminierungserfahrungen, feministische Perspektiven und gesellschaftliche Vielfalt. Die Moderation übernimmt Özge Erdoğan, Leiterin der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus.

Prof. Dr. Reyhan Şahin aka Lady Bitch Ray, ist Wissenschaftlerin, Bildungsreferentin, Buchautorin und Rapperin. Sie stammt aus einer alevitisch-geistlichen Familie aus Sivas in Zentralanatolien (Türkei). Im Rahmen ihrer Professur an der Universität der Künste Berlin lehrt Şahin unter anderem „Alevi Studies“. In ihre Lehre fließen auch die Ergebnisse einer Studie zu antialevitischem und antikurdischem Rassismus sowie zum alevitischen Feminismus ein, die sie seit vielen Jahren durchführt. Eine große Leserschaft erreichte Şahin mit ihrem Longseller Yalla! Feminismus.

Ronya Othmann, als Tochter einer deutschen Mutter und eines kurdisch-êzîdischen Vaters 1993 in München geboren, schreibt Lyrik, Prosa und Essays und arbeitet als Journalistin. Für ihr Schreiben wurde sie viele Male ausgezeichnet. Vierundsiebzig, ihr zweiter Roman, wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert und mit dem Düsseldorfer Literaturpreis, dem Preis der SWR-Bestenliste 2024 sowie dem Erich-Loest-Preis 2025 ausgezeichnet. Ihre aktuellste Arbeit ist Rückkehr nach Syrien. Eine Reise durch ein ungewisses Land, Essay.

Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus (FaTRex) ist bundesweite Anlaufstelle zum Thema türkischer Rechtsextremismus und bündelt jahrelange Erfahrungen in der Rechtsextremismusprävention. Dem Themenfeld türkischer Rechtsextremismus wurde in Deutschland zu lange zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Fachstelle will diese Lücke schließen, Präventionsarbeit leisten und auch Betroffenen die nötige Aufmerksamkeit schenken. Die Hauptaufgaben liegen in den Bereichen Beratung, Empowerment, Bildung, Fachveranstaltungen, Publikationen und Dokumentation. FaTRex hat aktuelle eine neue Meldestelle für Vorfälle eingerichtet, bei denen ein Zusammenhang mit türkischem Rechtsextremismus vermutet wird. Sie dient dazu Entwicklungen besser zu dokumentieren, einzuordnen und sichtbar zu machen. Meldungen können auf Deutsch und Türkisch anonym hier erfolgen.

Fotos: Jil Krevet und Paula Winkler

 

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