Workshop 

Meine Familie in der NS-Zeit 2/2

Familiäre Narrative untersuchen. Teil 2/2

10:00 Uhr Ende: 17:00 Uhr  
Bahnhof Langendreer    

Eintritt frei

Wie gehen wir mit den Lücken unserer Familiengeschichte um? Welche Fragmente wurden uns erzählt – und welche wurden verschwiegen? Dieses Seminar lädt ein, sich auf eine sensible Reise zu begeben, denn die Frage nach möglicher Täter:innenbeteiligung der eigenen Vorfahren wird häufig ausgeblendet.

Durch Kunst schaffen wir einen emotionalen Zugang dazu. Sie ermöglicht einen heilsamen Umgang mit schwierigen Themen, die sonst schwer zu benennen sind.

Dieses zweitägige Seminar bietet Raum für Reflexion, Stärkung und neue Perspektiven. Ein Angebot für alle, die ihre Familiengeschichte verstehen wollen – mit Respekt, Offenheit und künstlerischen Methoden.

Der Raum wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Das Seminar richtet sich an Menschen, die in ihrer Familie Täter:innenschaft/ Mitläufer:innen/Beteiligung vermuten und sich damit auseinandersetzen wollen oder bereits begonnen haben zu recherchieren. 

 

Diese Veranstaltung ist der zweite Teil einer zweitägigen Reihe. Beide Teile bauen aufeinander auf und müssen zusammen besucht werden.

 

Die Referentin, Claudia Konold (Pronomen: sie), ist Künstlerin und beschäftigt sich in ihren Rauminstallationen mit Erinnerung und der Konstruktion von Narrativen. In ihrem künstlerischen Prozess begann sie sich mehr und mehr mit Erzählungen der eigenen Familiengeschichte in Bezug auf die NS-Zeit auseinanderzusetzen und einer möglichen Täter:inneschaft innerhalb der eigenen Familie. Dafür recherchierte sie in Archiven, untersuchte familiäre Unterlagen, führte Familieninterviews und beschäftigte sich mit ihren Gefühlserbschaften und Abwehrprozessen. Die Forschung zur eigenen Familiengeschichte war stets verwoben mit einer künstlerischen Auseinandersetzung. Das Schreiben von Texten wurde dabei zu einem immer wichtigeren Teil ihrer künstlerischen Arbeit. 

„Für inhaltliche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung.“

 

Foto: Canva

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